Am 23. November jährte sich zum hundertsten Mal der Geburtstag eines der bedeutendsten deutschsprachigen Dichters des XX. Jahrhunderts Paul Celan, des aus Tschernowitz gebürtigen Lyrikers. Nach 1939 blieb der junge Dichter und Übersetzer in der Heimatstadt, wo er den Beginn des 2. Weltkrieges und die Nazioffensive miterlebt hatte. Seine tief empfundene Gedichte über die Tragödie des jüdischen Volkes, die einen großen Wurf haben und christliche Allusionen beinhalten, haben ihn zu einem lebendigen Klassiker gemacht. Sein bedeutendstes Werk Todesfuge wurde noch bei Lebzeiten des Dichters in die deutschen Schulbücher in der Nachkriegszeit aufgenommen.
Auf österreichische Initiative wurde in der Heimatstadt von Paul Celan Tschernowitz ein Denkmal für ihn errichtet. Und sein schöpferisches Erbe wird heutzutage von den österreichischen und ukrainischen Literaturwissenschaftlern gemeinsam erforscht und studiert.