Am 29. Juli jährt sich zum 155. Mal der Geburtstag von Andrej Scheptyzkyj - dem Großerzbischof von Lemberg und Metropoliten der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. In den Zeiten der künstlichen Hungersnot - Holodomor in der Ukraine (1932-1933) hat er einen Protestaufruf erlassen und die Weltöffentlichkeit, darunter auch seinen österreichischen Glaubensbruder Kardinal Theodor Innitzer über diese Tragödie des ukrainischen Volkes informiert. Während des 2. Weltkrieges hat Andrej Scheptyzkyj Hunderte von Juden beherbergt und damit gerettet. Das Leben von dem Erzbischof war eng mit Wien verbunden - eine Zeit lang war er unter anderem Abgeordneter des Parlaments (des Reichsrates) der österreichisch-ungarischen Monarchie. Es ist damit kein Zufall, dass im November 2019, während der Trauerveranstaltungen in Wien zum Gedenken der Opfer der Hungersnot in der Ukraine, der Großerzbischof von Kyjiw-Halytsch der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche Swjatoslaw Schewtschuk dem Erzbischof von Wien Christoph Kardinal Schönborn den Orden vom Metropoliten Andrej Scheptyzkyj verliehen hat.