Der Regisseur ist nach Wien auf Einladung der Akademie der bildenden Künste, wo er einen Workshop für Studierende hält.
Die Kinoabende mit Podiumsdiskussion wurden in Kooperation mit dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen veranstaltet. Der Dokumentarfilm Sobytie (Das Ereignis) berichtet über August 1991 versuchen, als kommunistische Hardliner den damaligen Präsidenten der UdSSR aus dem Amt zu putschen und scheitern. Die anschließende Podiumsdiskussion mit dem Autor, Oksana Sarkisova, Direktorin des Verzio International Human Rights Documentary Film Festival in Budapest und Yustyna Kravchuk, Mitglied das VCRC (Visual Culture Research Center) in Kiew, derzeit Paul Celan Fellow am IWM wurde mit großem Interesse vom multinationalen Publikum verfolgt. Moderation: Bettina Henkel, Künstlerin; Leiterin des Medienlabors an der Akademie der bildenden Künste Wien. Der zweite Film ist "Maidan", der Preisträger des Internationalen Nürnberger Filmfestivals für Menschenrechte. Von Dezember 2013 bis Februar 2014 richtet Loznitsa seine Kamera auf den Kiewer Unabhängigkeitsplatz. In kühnen, die handelsübliche Reportageästhetik kontrastierenden Einstellungen verdüstert sich die Atmosphäre aus fast karnevalesk anmutenden Anfängen zu den gewaltsamen Szenen unmittelbar vor der Absetzung des Präsidenten.