Bereits in diesem Sommer erwarten wir einen Nachwuchs in der Familie der ukrainischsprechenden Museen in Wien.
Diesem Ehrenclub wird bald das Kunst Haus Wien beitreten.
Im Rahmen des Projektes der First Lady der Ukraine Olena Selenska wird nach der Vereinbarung zwischen dem Botschafter Olexander Scherba und der Direktorin des Museums Bettina Leidl an der Implementierung der ukrainischen Audioguides gearbeitet.
Der genaue Starttermin hängt von der epidemiologischen Situation in Österreich ab.
Das Kunst Haus Wien wurde von einem der berühmtesten (und wohl dem exzentrischsten) österreichischen Architekten des 20. Jahrhunderts, Friedensreich Hundertwasser (1928 - 2000), entworfen.
Das Gebäude ist in einem für den Künstler typischen Stil gestaltet - mit unerwarteten Kombinationen der bunten Farben, ohne unnatürlich glatte Oberflächen, dabei aber mit bewusst geschwungenen Linien, mit großer Aufmerksamkeit auf Dekoration und Harmonie mit der Natur.
Im Gebäude dürfen z.B. Bäume "leben": laut Hundertwasser zahlen Pflanzen ihre Miete mit der stabilsten Währung – dem Sauerstoff.
Heute ist hier das Museum des Künstlers, wo man sein Leben und seinen kreativen Weg kennenlernen und seine Gemälde (übrigens hat sich Hundertwasser zunächst als Kunstmaler positioniert - er wandte sich erst später zur Architektur), Installationen, Modellbauten, die er überall in der Welt entworfen hat, und andere Arbeiten sehen kann.
Auf den anderen Etagen befinden sich Ausstellungsräume für Wechselausstellungen.
Die Botschaft nutzt die Zeit des Lockdowns weiterhin, um bequemere Bedingungen für ukrainische Touristen zu schaffen, die nach der Stabilisierung der Situation unbedingt in eine der schönsten Städte Europas zurückkehren werden.
Das Projekt ist Teil der globalen Initiative der First Lady der Ukraine Olena Selenska, die wichtigsten Museen und historischen Gedenkorte der Welt mit ukrainischen Audioguides auszustatten.